Brauchtum
Älplerchilbi
In allen Gemeinden wird im Herbst Älplerchilbi gefeiert. Schon vor 400 Jahren dankte man mit diesem Fest für einen schönen, ertragreichen Sommer und eine unfallfreie Alpzeit.
Die Älplerchilbi ist ein jahrhundertealtes Älplerfest, an dem die Bauern nach einem reichen Alpsommer zusammenkommen, um Gott für die empfangenen Gaben zu danken und sich nachher bei Essen, Musik und Tanz zu vergnügen.
Typisch für die Älplerchilbi sind die beiden Wilden, der Wildmann und das Wildwyb. Sie erinnern an uralte Zeiten, da in den Bergen noch Reste der heidnischen Urbevölkerung lebten, eben Wilde, die den neueingewanderten Bauern auf den Alpen jeweils halfen und zum Dank dafür an die Kilbi eingeladen wurden.
Die Wilden tollen sich mit den Kindern im Dorf herum und sagen am Nachmittag auf dem Schulhausplatz in gereimter Form ihre Sprüche auf, wobei sie die Sünden und Dummheiten der Dorfbewohner in verklausulierter Form ausplaudern. Die Älpler und ihre Begleiterinnen in den einheimischen Trachten und die geladenen Gäste bilden dabei einen farbenfrohen Ring, hinter dem sich das Volk aufstellt. Die Sprüche sind also öffentlich.
Heisst es Älplerchilbi oder Älplerkilbi? Oder gar Älperchilbi? - Das ist je nach Region und gar von Ort zu Ort unterschiedlich.
Geschichtliches zur Stanser Älperchilbi
Einige Älplerchilbis
- Älplerchilbi in Sarnen und Kerns im Oktober
- 2 Älplerkilbis in Alpnach, die eine in Alpnach-Dorf, die andere in Schoried
- Älperchilbi in Stans mit Festgottesdienst, grossem Umzug und folkloristischen Darbietungen
- Älplerkilbi in Sachseln und Beckenried im November